Reinhardsbrunn wird Wallfahrtsort
Wie am Grab von
Elisabeth in Marburg ereigneten sich auch am Grabe Ludwig IV. zahlreiche
Wunder: Die Reinhardsbrunner Chronik berichtet ausführlich davon, wie
Lahme wieder gehen konnten, Blinde ihr Augenlicht bekamen, Taube wieder
hörten, Stumme sprachen, Krumme gerade wurden und Besessene ledig.
Von überall eilten Menschen herbei und brachten ihre Spenden und Kerzen
als Bittopfer. Sie hörten die Messe, sangen in der Prozession mit,
beichteten, knieten am Grabe und erlebten die Heilungswunder mit. Von hier
aus verbreitete sich die Kunde im ganzen Lande. Reinhardsbrunn blieb bis
zur Reformationszeit Wallfahrtsort und das Kloster profitierte besonders
von dem im Volk beliebten und verehrten Ludwig dem Heiligen, Ehemann von
Elisabeth.
Den heutigen Pilgern steht die Johanniskirche im Klosterpark offen. Die
2001 ökumenisch geweihte Kirche erinnert an Ludwig und Elisabeth

Johanniskirche im Klosterpark
